Mrz 072018
 

Gutachter haben herausgefunden: Mietshäuser des größten Vermieters Deutschlands, der Vonovia, haben alleine im vergangenen Jahr 4,2 Milliarden an Wert gewonnen. Auch die Mieteinnahmen sind im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich gestiegen, nämlich um 4%.

Dieser Zuwachs ist vor allem auf die für Immobilienkonzerne vorteilhaften Rahmenbedingungen zurückzuführen, die von der Vonovia gnadenlos ausgenutzt werden. So führt Vonovia mehr als die Hälfte des Mietanstieges auf die umstrittenen Investitionen in die Wärmedämmung und energetische Sanierungen zurück, bei der bis zu elf Prozent der Kosten auf die jährliche Miete aufgeschlagen werden können.

Den gesamten Bericht der Süddeutschen Zeitung finden Sie hier.

Feb 122018
 

Auszug aus einem Brief eines Anwohners, der uns ebenfalls freundlicherweise Fotos zur Verfügung gestellt hat:

An das Landesdenkmalamt

Sehr geehrte Damen und Herren,

die vom Denkmalbeirat Charlottenburg empfohlene Unterschutzstellung unserer Wohnanlage als denkmalwert wurde von Ihrem Hause nach Begutachtung unter dem 9.3.2017 infolge „der zwischenzeitlichen baulichen Veränderungen“ (wie uns Staatssekretär Gerry Woop unter dem 27.3.2017 unterrichtete) reduziert auf im Wesentlichen den Innenhof als Gartendenkmal.

Obgleich für diesen Status ein noch strengeres Regiment für Fäll-Arbeiten obwaltet, wurde gestern desungeachtet von einem dreiköpfigen Gartenbautrupp eine gesunde Pappel gefällt. Die herbeigerufene Mitarbeiterin der unteren Denkmalschutzbehörde des Bezirks konnte die Fällarbeiten gerade noch stoppen, denn die Arbeiter hatten die Absicht noch weitere Bäume im Auftrag der Vonovia als Besitzer der Wohnanlage zu fällen. Sie konnten auch keine Genehmigung für ihr Tun vorweisen!

Wie zu hören ist, läßt sich nun beim Besitzer der Wohnanlage kein Verantwortlicher für diese Aktion finden, so daß wir Mieter besorgen daß auch diese – nunmehr sogar ausdrücklich strafbewehrte – Aktion ausgeht wie das Hornberger Schießen.

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FAZ: Die Burka fürs Haus

 Veröffentlicht von am 02. Februar 2018  Keine Antworten »
Feb 022018
 

„Wohnen, Dämmen, Lügen: Am deutschen Dämmstoffwesen soll das Weltklima genesen. Was der neue Fassadenstreit über unser Land verrät und warum Vollwärmeschutz das Gegenteil von Fortschritt ist“. Der Artikel der FAZ aus dem Jahre 2010 spricht auch heutzutage aktuelle Themen an und zeigt wunderbar auf, wie skeptisch schon damals das Anbringen und Überdecken von Fassaden durch Wärmedämmverbundsysteme betrachet wurde.

Den Artikel und weitere Informationen finden Sie hier.

Jan 312018
 

Am 27.01.2018 erschien im Immobilienteil der Zeitung ein Artikel unter dem Namen „Deckmantel energetische Sanierung“, dessen Inhalt sich größtenteils um unsere Veranstaltung „Die gemordete Stadt – dritter Akt“ vom 24.01. dreht.

Hier finden Sie den Artikel: Tagesspiegel 27.1.2018

Jan 302018
 

Die Münchner SPD hat einen Plan zur Begrenzung der Mieterhöhung im Rathaus vorgelegt. Sie kritisiert unter anderem einfache Schlupflöcher bei der Mietpreisbremse. Die Stadt ist jedoch bei der Umsetzung einiger Punkte, etwa der Kappungsgrenze von Mieten, auf die Mitwirkung des Bundes angewiesen.

Folgender Artikel zeigt, wie München versucht, gegen unangemessene Mieterhöhungen vorzugehen:

Klicken Sie hier um den Artikel einzusehen.

Jan 262018
 

Grußwort StSE anlässlich der Veranstaltung „Die gemordete Stadt ‚Dritter Akt‘“ des Vereins zur Förderung der Denk-malpflege Denk mal an Berlin e. V. – 24. Januar 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,
das Thema ist gut gewählt, auch wenn der Titel dramatisches befürchten lässt.
Ich bin der Einladung trotzdem gerne gefolgt, da das Thema der energetischen Sanierung des Gebäudebestandes unter Wahrung der denkmalpflegerischen oder baukulturellen Eigenschaften nicht nur viele Akteure der Stadt berührt, sondern für unsere Stadt ein wichtiger Identifikationsfaktor ist. Ich möchte hier auch gleich noch daran erinnern, dass wir uns mitten im „Europäischen Kulturerbejahr“ ECHY befinden.

Ihr sehr polemisch gewählter Titel erinnert uns an das systematische Abschlagen von Stuckfassaden im Wiederaufbau nach dem Krieg. Diesem ‚Ersten Akt‘ folgte ein ‚Zweiter‘ im Zuge der Modernisierungs- und Sanierungswelle der 1960er/70er Jahre, als ganze Altbauviertel dem Kahlschlag zum Opfer fielen, bevor Bürgerproteste im ganzen Land ein Umdenken zu Denkmalschutz und sozialer wie „behutsamer Stadterneuerung“ bewirkten. Das Europäische Denkmalschutzjahr von 1975 ist ein grandioser Meilenstein der Bewegung. Heute, befürchten viele, drohen im Zuge der Energiewende erneut Stadtbild zerstörende Schäden. Diese erkenne ich so nicht, denn: Energetische Sanierung und Baukultur müssen keine Gegensätze sein!
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Jan 252018
 

Begrüßungsworte anlässlich einer Veranstaltung von Denk mal an Berlin e.V. zum Themas
„ Energetische Sanierung und Baukultur „ im Einstein-Saal der Akademie der Wissenschaften
Mittwoch, 24. Januar 2018

Sehr geehrter, lieber Staatssekretär Gerry Woop
Sehr geschätzte , liebe Fachreferenten
Verehrte , liebe Frau Prof. Kahlfeldt
Liebe Frau Dr. von Specht
Liebe Freunde, Gäste und Mitglieder unseres Berliner Denkmalfördervereins Denk mal an Berlin

In Vertretung des leider terminlich verhinderten Andre´Schmitz – der Sie alle besonders herzlich grüßen lässt und uns sehr von Herzen einen erfolgreichen Abend wünscht – darf ich Sie heute hier im Einstein-Saal der Akademie der Wissenschaften als Vorsitzender des Kuratoriums von Denk mal an Berlin besonders herzlich begrüßen.
Viele von Ihnen wissen, das unser heutiges Thema
„Die gemordete Stadt * Dritter Akt Energetische Sanierung und Baukultur“
einen langen Vorlauf hat, nicht zuletzt die 2015 geplante und sehr zu Recht allseitig kritisierte „ Kaputtsanierung“ des GESOBAU-Hauses Kavalierstraße 19 in Pankow gab den äußeren Anstoß zu einer von Denk mal an Berlin initiirten Kampagne für eine „ behutsame Energiesanierung“. Es gelang erstaunlich schnell die Staatssekretäre Andre´Schmitz und Gerry Woop – für dessen Kommen wir heute besonders dankbar sind – für das Thema zu interessieren und Gerry Woop frühzeitig zu einer Teilnahme an einer Veranstaltung zu gewinnen, wo es um Ansprüche an eine behutsame Stadterneuerung unter denkmalpflegerischen , energetischen , sozialen und ökonomischen Ansprüchen geht.
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